June 29, 2022

K+S startet Umweltprogramm-360 Mio. Euro für saubere Werra

PHILIPPSTHAL – Verantwortung für Mensch, Natur und K+S – dieser Verantwortung sind wir uns bewusst, sagte K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner am Mittwochnachmittag vor rund 1.000 Gästen im Werra-Werk Hattorf. Der Grund war ein ganz besonderer Spatenstich. K+S investiert nach eigenen Angaben…

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PHILIPPSTHAL – Verantwortung für Mensch, Natur und K+S – dieser Verantwortung sind wir uns bewusst, sagte K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner am Mittwochnachmittag vor rund 1.000 Gästen im Werra-Werk Hattorf. Der Grund war ein ganz besonderer Spatenstich. K+S investiert nach eigenen Angaben 360 Millionen Euro, um die Salzabwasser-Mengen in die Werra bis 2015 zu halbieren. Neue Techniken und Verfahrensweisen seien dafür notwendig. Die Kumpel vor Ort werden es gerne gehört haben, schließlich bedeutet die Investition auch ein Stück weit Standortsicherheit. Der Düngemittel-Hersteller ist seit mehreren Jahren in Diskussionen mit Umweltschützern, Politik und Behörden, um die Salzproduktion umweltschonender zu gestalten. Derzeit werden einigen Millionen Kubikmeter Salzabwasser etwa aus den Werra-Werken in Hessen und Thüringen in die Werra geleiitet oder im sogenannten Plattendolomit versenkt.

Die Wasserqualität leider erheblich und lasse den einstigen Grenzfluss verkommen, fordern Umweltschützer wie Anrainer, weitere Maßnahmen, um die Qualität zu verbessern. Bei Spatenstich am Mittwoch, lobte Mark Weinmeister – Staatssekretär aus dem Hessischen Umweltministerium die Investitionen von K+S als ersten wichtigen Schritt, dem weitere folgen müssten. Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke hielt sich in Sachen Laufzeitenverlängerung für die Salzwasser-Versenkung bedeckt. In weiteren Grußworten lobten die Redner wie Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth das Engagement von Ralf Orth. Die berechtigten Fragen und Anforderungen an den Umweltschutz müssten mit den wirtschaftlichen Interessen in Einklang gebracht werden, um K+S als bedeutenden Arbeitgeber im Werraland zu halten. Während ein riesiger Bohrer das Umweltprogramm von K+S symbolisierte, spielte die Bergmannskapelle des Steigerlied: Glück auf schaltte es aus den Kehlen der Bergmänner und dem Vorstandsvorsitzenden K+S. (Hans-Hubertus Braune) +++
Alle Produktionsstandorte des Verbundwerkes Werra – Hattorf und Wintershall in Hessen sowie Unterbreizbach in Thüringen – sind mit Neubaumaßnahmen, weiteren Verfahrensoptimierungen und Anlagenerweiterungen in das Maßnahmenpaket einbezogen. Im Einzelnen werden am Standort Hattorf eine neue zusätzliche Anlage für abwasserfreie Kaliproduktion (ESTA=Elektrostatisches Aufbereitungsverfahren) sowie eine Lösungstiefkühlung errichtet, in Unterbreizbach die bestehende Kaliaufbereitung um eine neue Anlage erweitert und die bestehende Dickstoffanlage in ihrer Kapazität vergrößert sowie am Standort Heringen die Magnesiumchlorid-Anlage ausgebaut, eine neue Eindampfanlage errichtet und die Kieseritflotation optimiert. Hinzu kommen als übergreifende Maßnahmen der Neubau von Speicherbecken und die Erhöhung der Rückförderkapazität für Salzwasser aus dem Plattendolomit.
Alle profitieren
Sowohl die Umwelt, wie auch die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier – und damit die Menschen in der Region – profitieren von den Maßnahmen. Die biologischen Verbesserungen der Entlastung von Oberflächengewässern und Grundwasser werden ergänzt durch eine vollständige Verwertung der Salzlösungen aus Unterbreizbach, eine Verlängerung der voraussichtlichen Betriebsdauer dieses Standortes sowie eine verbesserte Ressourcennutzung aller Werra-Standorte. Dies stärkt den Verbund des Werkes Werra und deckt sich mit den Zielen, die K+S und die Landesregierungen von Hessen und Thüringen 2009 in ihrer öffentlichrechtlichen Vereinbarung formuliert haben: die Fortsetzung der Kaliproduktion in Hessen und Thüringen auf dem heutigen Niveau und die Schonung der Umwelt im Sinne nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns. Den Vertragspartnern war dabei die Gleichrangigkeit ökologischer, ökonomischer und sozialer Ziele wichtig. ?Wir alle ? Unternehmen, Politik und Gesellschaft?, so Norbert Steiner in Philippsthal, ?stehen in der Verantwortung für einen ausgewogenen Kompromiss zwischen industrieller Tätigkeit und Umweltschutz und dürfen deshalb die Existenzbedürfnisse der Menschen nicht aus den Augen verlieren.?
HINTERGRUND… über K+S
K+S gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Standard- und Spezialdüngemitteln. Im Salzgeschäft ist K+S mit Standorten in Europa sowie Nord- und Südamerika der führende Hersteller der Welt. K+S bietet ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie und private Verbraucher, das in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens für Wachstum sorgt. Veröffentlicht am 28.10.2011 #Wirtschaft

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