June 28, 2022

Schon wieder:- Metallschrauben in Maisfeld – 10.000 Euro Schaden

NEUHOF – Wer ist der unbekannte Mais-Attentäter? Ist es ein Insider? Wann schlägt er wieder zu? Woher stammen die etwa zwanzig Zentimeter langen Schrauben? Welches Motiv hat der oder die Unbekannte? Wer hat verdächtige Beobachtungen in der Nähe von Maisfeldern…

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NEUHOF – Wer ist der unbekannte Mais-Attentäter? Ist es ein Insider? Wann schlägt er wieder zu? Woher stammen die etwa zwanzig Zentimeter langen Schrauben? Welches Motiv hat der oder die Unbekannte? Wer hat verdächtige Beobachtungen in der Nähe von Maisfeldern gemacht? Wer bezahlt den Schaden? Viele offene Fragen, die Lohnunternehmer, Landwirte und die Polizei seit dem ersten Sabotage-Vorfall im Kreis Fulda vor drei Wochen beschäftigen. Antworten oder eine heiße Spur gibt es derzeit nicht. Nach dem jüngsten Schaden vom Freitagmorgen im Neuhofer Ortsteil Rommerz, hat Lohnunternehmer Erhard Jehn aus Petersberg-Böckels (im Bild rechts) eine Belohnung von 10.000 Euro für Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters geben können, ausgesetzt.

Die Nerven liegen blank, sagte Jehn in einem sehr emotionalen Gespräch mit osthessen-news und wir wissen nicht, wie es weitergehen soll und was die Zukunft bringt. Im letzten Jahr hat die Maisernte gut zehn Tage gedauert, durch die ständigen Zwangspausen sind die Unternehmer und Landwirte nun schon 21 Tage am Ernten – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Der Tag- und Nacht-Einsatz geht bis ans Limit und die Folgen des Ausfalls sind gravierend: Gewinnverlust, Existenzbedrohung, Sonderschichten bei den Helfern und Landmaschinentechnikern.
Der Zorn und das Ärgernis war Erhard Jehn und dem Löschenröder Landwirt Karl-Heinz Kremer am Freitag ins Gesicht geschrieben. Stundenlang verbrachten sie ihre kostbare Zeit bis in den späten Nachmittag bei dem Neuhofer Unternehmen Leinweber Landtechnik. Dort arbeiteten die Techniker auf Hochtoren um die mutwillig zerstörten Maishäcksler wieder in Gang zu setzen. Ein Häcksler kostet etwas über eine halbe Millionen Euro, der Schaden diesmal 10.000 Euro. Das ist aber nur ein Teil des Schadens: Pro Stunde gehen uns fast 1.000 Euro verloren, erklärte Jehn.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Schrauben und dem schwarzen Isolierband. Woher stammen sie? Wer vertreibt die Spezialschrauben in der Region? Die Landwirte bitten die Hersteller und den Vertrieb aktiv um Mithilfe. Mit Hochdruck ermittelt auch die Polizei Fulda und bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Bitte achten Sie auf Personen und Fahrzeuge, die sich in verdächtiger Weise in den Feldgemarkungen in der Region, insbesondere auch in der Nähe von Maisfeldern, aufhalten. Prägen sie sich Personenbeschreibungen ein und notieren sie Typ und Kennzeichen von Fahrzeugen. Melden sie ihre Beobachtungen schnellstens der Polizei, gerne auch über den Notruf 110, bittet die Polizei in einer Pressemeldung vom Freitag.
In den nächsten Tagen liegen noch 30 Hektar Maisernte vor den Landwirten. Wichtig ist nun, dass der Mais-Attentäter schnell ermittelt wird, damit er nicht noch mehr Schaden anrichten kann. Die Angst wird bei den Lohnunternehmer jedoch weiter tief in den Knochen sitzen. Und falls an den restlichen Erntetagen alles gut geht, was passiert in 2012? Veröffentlicht am 21.10.2011 #Blaulicht

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